
Wenn man eine Terrasse neu gestaltet oder ein Wohnzimmer überdenkt, ist der erste Reflex oft, einen Stil zu suchen. Das Problem ist, dass die Wohn- und Gartentrends in diesem Jahr nicht nur auf eine Farbpalette oder eine Art von Möbeln beschränkt sind. Sie sind durch konkrete Rahmenbedingungen geprägt: Vorschriften für Gartenhäuser, verpflichtende energetische Sanierungen für bestimmte Wohnungen und der Anstieg von recycelten Materialien, die die Preise und die Nachhaltigkeit beeinflussen.
Gestaltungssteuer für Gartenhäuser: Was sich für Ihre Außenprojekte ändert
Bevor man von einem Poolhaus oder einem Atelier am Ende des Gartens träumt, sollte man die steuerlichen Rahmenbedingungen prüfen. Die Gestaltungssteuer gilt für jede geschlossene und überdachte Konstruktion von mehr als 5 m² und 1,80 m Höhe, mit neu bewerteten Pauschalwerten. Ein Geräteschuppen, ein Gartenstudio, ein geschlossener Wintergarten: alles fällt darunter.
Konkret führt dies viele Eigentümer zu offenen Strukturen (Pergolen, Pavillons ohne feste Wände) oder zu Unterständen von weniger als 5 m², die dieser Besteuerung entgehen. Auf Déco et Jardin finden Sie alle Informationen zu diesen regulatorischen Entwicklungen, die die Entscheidungen für die Außenraumgestaltung direkt beeinflussen.
Vor Ort hat diese steuerliche Einschränkung einen positiven Nebeneffekt: Sie fördert offene Räume, Sommerküchen ohne Wände und Gartenmöbel, die nur von einfachen Sonnensegeln überdacht sind. Der Garten gewinnt an visueller Leichtigkeit.

Energieeffizienz und Innendekoration: Warum wir den Boden nicht mehr wie früher wählen
Die Reform von MaPrimeRénov’ und die Verschärfung des DPE treiben die Eigentümer von Wohnungen mit den Klassen F und G zu umfassenden Renovierungen. Man renoviert ein Wohnzimmer nicht mehr nur zum Vergnügen eines neuen Parketts: Die Isolierung und die Heizung haben Vorrang vor der Wahl des Belags.
Dies hat direkte Auswirkungen auf die Trends in der Innendekoration. Böden werden jetzt nach ihrer Kompatibilität mit einer Fußbodenheizung bei niedriger Temperatur ausgewählt. Großformatige Fliesen und Platten aus Feinsteinzeug bleiben bevorzugt, da sie die Wärme gut leiten. Massivparkett erfordert hingegen mehr Vorsicht (begrenzte Dicke, stabile Hölzer wie Eiche).
Fenster und Verglasungen: Die thermische Abwägung
Atelierverglasungen erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit zur Trennung von Küche und Wohnzimmer. Die Rückmeldungen hierzu variieren: Einige Verglasungen aus einfachem Stahl sind echte Wärmelecks. Um mit einer leistungsfähigen Renovierung konsistent zu bleiben, tendiert man zu Doppelverglasungen mit thermischer Trennung, die teurer, aber mit den Anforderungen des DPE kompatibel sind.
Bei den Innenfarben dominieren erdige Töne die Paletten: Ocker, Terrakotta, Salbeigrün. Das ist kein Zufall. Diese Farbtöne harmonieren natürlich mit den kohlenstoffarmen Materialien (Kalkputze, biobasierte Farben), die Handwerker zunehmend auf Renovierungsbaustellen verwenden.
Gartenmöbel aus recycelten Materialien: Was sich im Alltag ändert
Recycelter Kunststoff und Textilien aus PET-Flaschen sind keine Kuriositäten mehr auf Fachmessen. Sie finden sich in den gängigen Kollektionen von Gartenmöbeln. Die praktische Frage, die sich stellt: Hält das gut?
- Geflochtene Kunstharze aus recyceltem Kunststoff sind UV-beständig und vergrauen nicht wie unbehandeltes Holz, können sich jedoch bei starker Hitze verformen, wenn die Metallstruktur zu leicht ist.
- Kissen aus recyceltem Stoff trocknen schnell und halten Wäschen stand, vorausgesetzt, man überprüft das Gewicht (ein zu dünner Stoff pillt bereits in der ersten Saison).
- Das Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern (zertifiziert nach FSC oder PEFC) bleibt das vielseitigste Material für Tische und Bänke, mit einer jährlichen Pflege mit Öl oder Sättigungsmittel.
Ein Gartenmöbelset aus recycelten Materialien kostet ungefähr dasselbe wie ein klassisches Pendant, manchmal etwas mehr für Designlinien. Der Abstand verringert sich von Jahr zu Jahr.

Autarker Garten und Permakultur: Über das einfache Hochbeet hinaus
Der Trend zu Gärten, die als selbstversorgende Systeme konzipiert sind, nimmt zu. Es geht nicht mehr nur darum, drei Hochbeete auf einer Terrasse zu platzieren. Die Idee ist, die Bewässerung durch permanente Mulchung zu reduzieren, die Biodiversität durch Pflanzenkombinationen zu fördern und Zonen zu schaffen, die ohne ständige Intervention funktionieren.
In der Praxis äußert sich dies in präzisen Gestaltungsentscheidungen:
- Wasserauffangbehälter, die in das Design des Gartens integriert sind (vergraben oder mit Holz verkleidet), nicht einfach an eine Wand gelehnt.
- Beete mit Stauden und mediterranen Kräutern (Lavendel, Rosmarin, Thymian), die die Sommerdürre ohne Bewässerung überstehen.
- Insektennistkästen und Holzstapel, die absichtlich belassen werden, um die Nützlinge zu beherbergen, was den Bedarf an Behandlungen reduziert.
Dieser Ansatz verändert auch die visuelle Atmosphäre des Gartens. Man entfernt sich von kurz geschnittenem Rasen und akkurat geschnittenen Hecken. Der Stil „Garten in Bewegung“ kombiniert Gräser, Wildblumen und Beerensträucher, mit einem freieren Erscheinungsbild, das paradoxerweise weniger Pflege erfordert als ein klassischer Garten, sobald er eingerichtet ist.
Das Außensofa als zentrales Element
Ein letzter Punkt, der Innenraum und Garten verbindet: Das Außensofa nimmt die Dimensionen eines Wohnzimmermöbels an. Modulare Modelle mit verstellbaren Rückenlehnen und integrierten Tischen ersetzen allmählich das traditionelle vierteilige Resinemöbelset. Die Farben folgen dem gleichen Trend wie im Innenraum: neutral (Steingrau, Sandbeige) oder erdig, mit Akzentkissen in lebhafteren Farben für diejenigen, die das Gesamtbild aufpeppen möchten.
Die Innenraumgestaltung und der Garten konvergieren in diesem Jahr zu einer gemeinsamen Logik: nachhaltige Materialien, eine Regulierung, die die Entscheidungen lenkt, und ein Stil, der die Funktionalität priorisiert. Am nützlichsten ist es, von den tatsächlichen Einschränkungen (Budget, Ausrichtung, DPE der Wohnung) auszugehen, bevor man eine Farbe oder ein Möbelstück auswählt.